Staublunge (Pneumokoniose): Wie Baustaub die Lunge dauerhaft schädigt

Staublunge (Pneumokoniose): Wie Baustaub die Lunge dauerhaft schädigt

18. August 2023
15:04
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Kurz gesagt: Die Staublunge (Pneumokoniose) entsteht, wenn feiner, alveolengängiger Staub – etwa Quarz – über Jahre eingeatmet wird und das Lungengewebe vernarbt. Die Schäden sind nicht heilbar. Der Grenzwert für alveolengängigen A-Staub liegt bei 1,25 mg/m³, für Quarzfeinstaub bei 0,05 mg/m³.

Was ist die Staublunge?

Als Staublunge bezeichnet man eine dauerhafte Vernarbung (Fibrose) des Lungengewebes durch eingeatmeten Feinstaub. Der Körper kann die feinen Partikel nicht abbauen; sie lagern sich in den Lungenbläschen ab und lösen chronische Entzündungen aus. Bekannt ist die Erkrankung historisch aus Bergbau und Steinbearbeitung.

Welche Stäube sie auslösen

  • Quarzfeinstaub → Silikose (die häufigste Form am Bau)
  • Asbest → Asbestose
  • Kohle- und Metallstäube → weitere Pneumokoniosen

Grenzwerte und Schutz

Für alveolengängigen A-Staub gilt ein Arbeitsplatzgrenzwert von 1,25 mg/m³, für die einatembare Fraktion 10 mg/m³ (TRGS 900). Quarzfeinstaub ist mit 0,05 mg/m³ (TRGS 559) deutlich strenger begrenzt und gilt zudem als krebserzeugend.

Weil die Schäden irreversibel sind, zählt nur Vorbeugen: staubarme Bearbeitung, Absaugung an der Quelle mit {ENT}, Raumluftreinigung über {DUST} und regelmäßige Kontrolle mit {MESS}.

Das Wichtigste in Kürze

  • Staublunge = irreversible Vernarbung der Lunge durch Feinstaub.
  • Häufigste Form am Bau ist die Silikose durch Quarz.
  • Grenzwerte: A-Staub 1,25 mg/m³, Quarz 0,05 mg/m³.
  • Nur Vorbeugen hilft: absaugen, Luft reinigen, messen.

Häufige Fragen

Ist die Staublunge heilbar?

Nein. Die Vernarbung des Lungengewebes ist irreversibel; man kann nur das Fortschreiten bremsen und weiterer Belastung vorbeugen.

Welcher Staub verursacht eine Staublunge?

Vor allem alveolengängiger Feinstaub wie Quarz (Silikose), außerdem Asbest (Asbestose) sowie Kohle- und Metallstäube.

Welche Grenzwerte gelten für Feinstaub?

A-Staub 1,25 mg/m³ und E-Staub 10 mg/m³ (TRGS 900); für Quarzfeinstaub 0,05 mg/m³ (TRGS 559).

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