Kurz gesagt: Die Staublunge (Pneumokoniose) entsteht, wenn feiner, alveolengängiger Staub – etwa Quarz – über Jahre eingeatmet wird und das Lungengewebe vernarbt. Die Schäden sind nicht heilbar. Der Grenzwert für alveolengängigen A-Staub liegt bei 1,25 mg/m³, für Quarzfeinstaub bei 0,05 mg/m³.
Was ist die Staublunge?
Als Staublunge bezeichnet man eine dauerhafte Vernarbung (Fibrose) des Lungengewebes durch eingeatmeten Feinstaub. Der Körper kann die feinen Partikel nicht abbauen; sie lagern sich in den Lungenbläschen ab und lösen chronische Entzündungen aus. Bekannt ist die Erkrankung historisch aus Bergbau und Steinbearbeitung.
Welche Stäube sie auslösen
- Quarzfeinstaub → Silikose (die häufigste Form am Bau)
- Asbest → Asbestose
- Kohle- und Metallstäube → weitere Pneumokoniosen
Grenzwerte und Schutz
Für alveolengängigen A-Staub gilt ein Arbeitsplatzgrenzwert von 1,25 mg/m³, für die einatembare Fraktion 10 mg/m³ (TRGS 900). Quarzfeinstaub ist mit 0,05 mg/m³ (TRGS 559) deutlich strenger begrenzt und gilt zudem als krebserzeugend.
Weil die Schäden irreversibel sind, zählt nur Vorbeugen: staubarme Bearbeitung, Absaugung an der Quelle mit {ENT}, Raumluftreinigung über {DUST} und regelmäßige Kontrolle mit {MESS}.
Das Wichtigste in Kürze
- Staublunge = irreversible Vernarbung der Lunge durch Feinstaub.
- Häufigste Form am Bau ist die Silikose durch Quarz.
- Grenzwerte: A-Staub 1,25 mg/m³, Quarz 0,05 mg/m³.
- Nur Vorbeugen hilft: absaugen, Luft reinigen, messen.
Häufige Fragen
Ist die Staublunge heilbar?
Nein. Die Vernarbung des Lungengewebes ist irreversibel; man kann nur das Fortschreiten bremsen und weiterer Belastung vorbeugen.
Welcher Staub verursacht eine Staublunge?
Vor allem alveolengängiger Feinstaub wie Quarz (Silikose), außerdem Asbest (Asbestose) sowie Kohle- und Metallstäube.
Welche Grenzwerte gelten für Feinstaub?
A-Staub 1,25 mg/m³ und E-Staub 10 mg/m³ (TRGS 900); für Quarzfeinstaub 0,05 mg/m³ (TRGS 559).

















































































