Auf vielen Baustellen wird das Reinigen gar nicht als Arbeitszeit gerechnet. Es steht auf keinem Angebot, in keiner Kalkulation und in keinem Bautagebuch. Es passiert einfach – zwischendurch, nebenbei, und meistens dann, wenn es schon eng wird. Genau das ist einer der häufigsten Fehler.
Denn bezahlt wird es trotzdem. Nur eben nicht vom Auftraggeber, sondern aus Deiner Marge.
Seit vielen Jahren beraten wir Handwerksbetriebe beim Thema Baustellenreinigung und Betriebshygiene. In der Praxis zeigt sich immer wieder: Nicht das Material ist teuer, sondern der Weg dorthin.

Was kostet eine Zwischenreinigung wirklich?
Nicht das Tuch, sondern die Zeit drumherum. Rechne Deinen eigenen Fall einmal ehrlich durch: Wo ist das nächste Wasser? Wo steht der Eimer? Wo liegt ein sauberer Lappen? Und wie oft am Tag passiert das?
Bei einem Stundensatz von 60 Euro kostet Dich jede Viertelstunde 15 Euro. Wenn zwei Leute dreimal am Tag fünf Minuten mit Wasserholen verbringen, ist das eine halbe Stunde – jeden Tag, ohne dass eine Minute davon abrechenbar wäre.
Der Materialpreis spielt daneben kaum eine Rolle. Beim WANTED Krafttuch stecken 90 Tücher in einer Dose. Bei der 12er-Verpackungseinheit sind das 25,90 Euro netto je Dose, also rund 29 Cent für ein Tuch. Bei der 6er-Einheit sind es 28,90 Euro je Dose und damit 32 Cent.
Warum die Rechnung trotzdem meistens andersherum gemacht wird
Weil der Stückpreis auf dem Lieferschein steht und die Wegezeit nirgends. Eine Dose Reinigungstücher taucht in der Buchhaltung auf. Die zwanzig Minuten, die zwei Monteure suchend über die Baustelle laufen, tauchen nirgends auf – sie verschwinden einfach in der Zeit, die das Gewerk „eben braucht“.
Deshalb ist die einzig sinnvolle Kennzahl nicht der Preis pro Dose, sondern die Kosten pro Einsatz. Und da sieht die Sache anders aus.
Ein Beispiel aus dem Kundendienst
Ein Monteur fährt drei Termine am Tag. Bei jedem Einsatz braucht er zwei Tücher – für die Hände, das Werkzeug und die Fläche, auf der er gearbeitet hat. Das sind sechs Tücher am Tag, eine Dose reicht ihm damit rund drei Wochen.
Der Gegenwert: Er steht beim Kunden nicht mit fettigen Fingern an der weißen Zarge, und er sucht nicht das Gäste-WC, um sich die Hände zu waschen.
Das ist der eigentliche Kundennutzen: Ein Tuch für 29 Cent kostet fast nichts – ein Fleck an der frisch gestrichenen Wand kostet einen halben Tag Nacharbeit und Vertrauen beim Auftraggeber.
Wann sich eine Spenderbox im Fahrzeug lohnt
Immer dann, wenn Du unterwegs arbeitest und nicht sicher weißt, was Dich erwartet. Im Servicefahrzeug, bei Wartung und Reparatur, im Innenausbau, bei Arbeiten in bewohnten Objekten.
Auf einer eingerichteten Baustelle mit Wasseranschluss und Waschplatz sieht die Rechnung anders aus – dort sind Putzrollen oft die günstigere Wahl. Es geht nicht darum, das eine gegen das andere auszuspielen, sondern darum, für den jeweiligen Einsatz das Richtige dabeizuhaben.
Was Du daraus für die Kalkulation mitnimmst
Reinigung ist kein Restposten, sondern Teil der Leistung. Wer sie einplant, verkauft eine saubere Übergabe mit – und die ist bei jeder Abnahme ein Argument.
Drei Punkte, die sich in der Praxis bewährt haben: Material dorthin legen, wo gearbeitet wird, nicht ins Lager. Zwischendurch reinigen statt am Ende. Und die Zeit für die Endreinigung realistisch ansetzen, statt sie stillschweigend zu verschenken.
Das passende Material findest Du in unserer Betriebshygiene. Wenn Du nicht sicher bist, was für Deine Einsätze das Richtige ist, ruf uns an – wir rechnen das gern mit Dir durch.

Jan Binder ist seit über 25 Jahren einer der führenden Experten für Bodenschutz und Staubschutz auf Baustellen. Als Gründer von Team Direkt hat er europaweit tausende Handwerksbetriebe dabei unterstützt, Schäden, Reklamationen und unnötige Kosten durch professionelle Schutzsysteme zu vermeiden.
Seine Mission: Handwerkern das richtige Schutzprodukt für jeden Bodenbelag und jede Baustelle an die Hand zu geben – ohne Kompromisse bei Qualität, Beratung oder Preis-Leistung.
„Schutz auf der Baustelle ist kein Luxus, sondern Pflicht – für den Ruf, das Budget und die Gesundheit.“ – Jan Binder

















































































