Kurz gesagt: Schweißrauch ist seit 2017 von der Krebsforschungsagentur IARC als krebserzeugend (Gruppe 1) eingestuft. Besonders kritisch sind Chrom(VI) und Nickeloxide beim Edelstahlschweißen sowie Mangan, dessen Grenzwert seit 2017 nur noch 0,02 mg/m³ beträgt. Pflicht ist die Absaugung direkt an der Entstehungsstelle (TRGS 528).
Was Schweißrauch so gefährlich macht
Beim Schweißen entstehen ultrafeine Partikel und Gase, die tief in die Lunge gelangen. 2017 hat die IARC Schweißrauch insgesamt als krebserzeugend (Gruppe 1) eingestuft – nicht nur einzelne Bestandteile.
Die kritischen Stoffe
- Chrom(VI) – beim Schweißen hochlegierter Cr-Ni-Stähle, krebserzeugend
- Nickeloxide – krebserzeugend
- Mangan – neurotoxisch; AGW seit 2017 auf 0,02 mg/m³ gesenkt (A-Fraktion)
Schutz nach TRGS 528
Die TRGS 528 gibt eine klare Rangfolge vor: zuerst Erfassung an der Quelle (Hochvakuum- oder Punktabsaugung), dann Raumlüftung, zuletzt persönliche Schutzausrüstung. Ein Schweißrauchfilter bzw. eine Staubfilter-Boxen und ergänzend ein DustBox-Luftreiniger halten die Hallenluft sauber. Zusätzlich gelten die allgemeinen Staubgrenzwerte (A-Staub 1,25 mg/m³, TRGS 900).
Das Wichtigste in Kürze
- Schweißrauch ist seit 2017 krebserzeugend (IARC Gruppe 1).
- Kritisch: Chrom(VI), Nickel, Mangan (0,02 mg/m³).
- TRGS 528: erst absaugen an der Quelle, dann lüften, dann PSA.
- Filterboxen und Luftreiniger halten die Hallenluft sauber.
Häufige Fragen
Ist Schweißrauch krebserzeugend?
Ja. Die IARC hat Schweißrauch 2017 insgesamt als krebserzeugend (Gruppe 1) eingestuft.
Welche Stoffe im Schweißrauch sind am gefährlichsten?
Chrom(VI) und Nickeloxide (krebserzeugend) sowie Mangan (neurotoxisch, Grenzwert 0,02 mg/m³).
Wie muss Schweißrauch abgesaugt werden?
Nach TRGS 528 zuerst direkt an der Entstehungsstelle, ergänzt um Raumlüftung und Filter-/Luftreiniger.

















































































