Kurz gesagt: Radon ist ein natürliches radioaktives Gas und nach dem Rauchen die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs. Der gesetzliche Referenzwert liegt bei 300 Becquerel pro Kubikmeter Raumluft (Strahlenschutzgesetz). Messen ist einfach und günstig – gesenkt wird die Belastung durch Abdichten, Lüften und gezielte bauliche Maßnahmen.
Was ist Radon?
Radon ist ein natürliches, radioaktives Edelgas, das im Boden aus Uran entsteht. Es ist geruch- und farblos und dringt über undichte Stellen aus dem Untergrund in Keller und Erdgeschosse ein. Beim Zerfall entstehen Partikel, die sich in der Lunge festsetzen und das Gewebe schädigen.
Referenzwert und Risiko
Der Gesetzgeber hat im Strahlenschutzgesetz einen Referenzwert von 300 Bq/m³ für Aufenthaltsräume und Arbeitsplätze festgelegt. Wichtig: Das ist kein Grenzwert, sondern eine Schwelle, ab der Maßnahmen dringend sind – sinnvoll sind sie schon darunter.
Pro 100 Bq/m³ langfristiger Radonkonzentration steigt das Lungenkrebsrisiko um rund 16 %. In Deutschland sind etwa 2 Millionen Menschen Werten über dem Referenzwert ausgesetzt, vor allem in ausgewiesenen Radon-Vorsorgegebieten.
Messen und schützen
Die Belastung lässt sich mit einfachen Messdosen über mehrere Monate zuverlässig bestimmen; für kurzfristige Kontrollen auf der Baustelle helfen elektronische Staubmessgeräte.
Schutz gelingt über das Abdichten von Bodenplatte, Kellerwänden und Durchführungen, konsequentes Lüften sowie – bei hohen Werten – eine Radondrainage oder einen Radonbrunnen unter dem Gebäude.
Das Wichtigste in Kürze
- Referenzwert: 300 Bq/m³ (Strahlenschutzgesetz).
- Radon ist die zweithäufigste Lungenkrebsursache nach dem Rauchen.
- Je 100 Bq/m³ steigt das Risiko um etwa 16 %.
- Messen, Abdichten und Lüften senken die Belastung wirksam.
Häufige Fragen
Wie hoch ist der Radon-Referenzwert in Deutschland?
Er liegt laut Strahlenschutzgesetz bei 300 Becquerel pro Kubikmeter für Aufenthaltsräume und Arbeitsplätze.
Wie gefährlich ist Radon?
Radon ist nach dem Rauchen die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs; pro 100 Bq/m³ steigt das Risiko um rund 16 %.
Wie kann ich mich vor Radon schützen?
Durch Abdichten von Boden und Keller, regelmäßiges Lüften und – bei hohen Werten – bauliche Maßnahmen wie eine Radondrainage.

















































































